Der in der Anzeige angegebene Preis ist eine Lüge. Nicht, weil die Verkäufer unehrlich sind, sondern weil der angegebene Preis selten alle Kosten umfasst, die Sie tatsächlich bezahlen müssen. Wenn Sie eine Immobilie kaufen, liegen die tatsächlichen Kosten 15 bis 25 Prozent über dem angegebenen Preis.

Dieser Artikel ist Teil unseres umfassenden Leitfadens „Immobilien zum Verkauf: Der ultimative Leitfaden“.
Die Kosten, über die niemand spricht
1. Abschlusskosten (3 bis 6 Prozent des Kaufpreises)
Eintragungsgebühren, Grunderwerbsteuer, Notargebühren und Rechtskosten. In vielen Märkten können allein die Abschlusskosten den Gesamtbetrag um Zehntausende erhöhen.
2. Maklerprovisionen (1 bis 3 Prozent)
Selbst wenn der Verkäufer die Kosten übernimmt, sind diese oft bereits im Preis enthalten.
3. Hypothekengebühren
Antragsgebühren, Bewertungsgebühren, Bearbeitungsgebühren und Versicherungsanforderungen. Eine vollständige Aufschlüsselung finden Sie hier: Leitfaden zur Hypothek für Erstkäufer.
4. Inspektion und Begutachtung

Eine ordnungsgemäße Inspektion kostet ein paar hundert Dollar und kann Ihnen Reparaturkosten in Höhe von Zehntausenden ersparen.
5. Renovierung und Einrichtung

Selbst bezugsfertige Immobilien benötigen noch einiges: Farbe, Vorhänge, Haushaltsgeräte, Möbel. Planen Sie hierfür mindestens 5 Prozent des Kaufpreises ein.
6. Umzugskosten
Umzugsunternehmen, Verpackungsmaterial, Zwischenlagerung, Anschluss von Strom, Wasser und Gas. Kleine Kosten, die sich summieren.
7. Jährliche Unterhaltskosten

Grundsteuer, Nebenkosten, Versicherungen, Instandhaltung. Das sind wiederkehrende Kosten, jedes Jahr, auf unbestimmte Zeit.
So erstellen Sie einen realistischen Haushaltsplan

Gesamtkosten = Angebotspreis + 5 Prozent Abschlusskosten + 2 Prozent Gebühren + 5 Prozent Renovierungskosten + 1 Prozent Umzugskosten
Hinzu kommen noch die jährlichen Kosten: Grundsteuer (0,5 bis 2 Prozent), Versicherung (0,3 bis 1 Prozent), Instandhaltung (1 Prozent).
Die Fehler, die Käufer machen
Die häufigsten Fehler haben wir hier ausführlich behandelt: Fehler beim Immobilienkauf.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel sollte ich für versteckte Kosten einplanen?
Mindestens 15 Prozent des Kaufpreises. 20 Prozent sind sicherer.
Sind die Abschlusskosten verhandelbar?
Manche schon. Maklerprovisionen und bestimmte Gebühren lassen sich verhandeln. Steuern und behördliche Gebühren hingegen in der Regel nicht.
Sollte ich eine günstigere Immobilie kaufen, um bei den Abschlusskosten zu sparen?
Manchmal. Aber eine günstigere Immobilie in schlechter Lage kann Sie auf lange Sicht mehr kosten. Lesen Sie unsere ausführliche Stellungnahme im Hauptleitfaden „Immobilien zum Verkauf“.
Abschließende Gedanken
Der Angebotspreis ist der Ausgangspunkt der Verhandlungen, nicht das Ende. Echte Käufer wissen das. Unerfahrene Käufer wissen es nicht. Gehören Sie zu den Ersteren.
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